Malschule Bunte Hunde

Kannst Du malen?

Bilder im Kopf, Farbe auf dem Papier und bunte Hunde im Atelier.

Wenn man diese Frage einem Erwachsenen stellt, wird man wohl in 99 % der Fälle die Antwort „NEIN“ erhalten. Ebenso allerdings auf die Frage, ob man es nach den Kindheitsjahren überhaupt noch einmal probiert habe! Und was heißt das – Malen können?!
Ich war in der zweiten Hälfte meines Berufslebens, Mitte der 90 er Jahre bis zum Jahre 2011, in Rehabilitationseinrichtungen und Krankenhäusern tätig. Besonders in ersteren wird therapeutisch auf vielfältige Art und Weise viel dafür getan, die Genesung voranzutreiben und körperlichen Kräfteaufbau ebenso zu fördern wie Entspannung und seelische Ausgeglichenheit. Welche Rolle das Malen (für jedermann!) dabei spielt, habe ich erst begriffen und nachempfinden können, als ich selbst mit dem Malen begann.
Im Ruhestand hatte ich nach einer Beschäftigung Ausschau gehalten, die man auch im höheren Lebensalter und mit später möglicherweise eingeschränktem Aktionsradius noch ausführen kann. Ich negierte mein Inneres „Nein“ auf die eingangs aufgeführte Frage und versuchte es. Begünstigend war für mich der Umstand, dass ich durch die Freude am Fotografieren schon großes Interesse an Bildern und bemerkt hatte, wie viele Details man wahrnimmt und welch großartige Ansichten sich durch das genaue Hinsehen erschließen und einprägen. Und wer auch nur einmal den Versuch gemacht und sich zum Malen an den Tisch gesetzt hat, der weiß – man ist voll konzentriert auf das zu Malende, man schaltet vollständig ab, weil im Kopf in dem Moment kein Platz für anderes ist. Ideal für eine Therapie, ideal aber auch für eine großartige Freizeitbeschäftigung, bei der man alle Hektik des Alltags hinter sich lassen kann und wunderbare Stunden verbringt, in denen im günstigsten Fall auch noch ein schönes Bild entsteht.

Im letzten Jahr landete ich dank Internet bei meiner Suche nach einem geeigneten Ort und Kreis für mein Malen bei den „Bunten Hunden“. Das war ein Glücksfall für mich, und nun fahre ich gern einmal in der Woche von Potsdam nach Berlin, um im Atelier von Henrik Schrat an der Museumsinsel zu malen. Oder an diesem geschichtsträchtigen Ort von Berlin auch andere „Bunte Hunde“ zu treffen, die aus allen Altersschichten kommen. Und in den zwei Stunden dort auch auf eine ganz besondere Art die Vielfalt des Lebens zu erfahren, die ein anstrengendes Berufsleben mir so nicht bieten konnte.

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Abendliche Landschaft  Aquarell

Aquarell_rapsfeld

Rapsfeld    Aquarell

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Baum          Intarsie

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Schneekönigin  Acryl

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Schottische Landschaft – Acryl

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Berglandschaft Aquarell

 

 

 

 

 

 

Nicht zuletzt ist es „der Schrat“, mit seiner ruhigen, einfühlsamen und geschickten Art, der alle das tun lässt, was sie möchten, der aber auch für jeden eine Idee und immer einen praktischen Rat hat beim Malen. Auch das eine Kunst, unschätzbar wertvoll und genau das, was diesen Abend und das Malen bei den „Bunten Hunden“ so unverwechselbar und für mich nun schon unverzichtbar macht. „Der Schrat“, eigentlich Henrik Schrat, ist Künstler, mit solider Ausbildung und seit vielen Jahren selbst aktiv im Ausstellungsgeschehen unterwegs.

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Grossstadt Tusche

Ich weiß immer noch nicht, ob ich malen kann, aber das ist auch nicht wichtig.

Ursula Zufelde (Jahrgang 1950)

 

Wer mehr sehen will, findet Bilder und Informationen unter www.bunte-hunde.net
Im Dezember gibt’s immer eine Ausstellung im Atelier, wer interessiert ist, meldet sich bitte unter buntehunde_berlin@gmx.de und bekommt Bescheid.

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