Scheintot – Ausstellung

06_schneewittchenÜber die Ungewissheit des Todes und die Angst, lebendig begraben zu werden.

Um 1800 beginnt die Wissenschaft, die Eindeutigkeit des Todes in Zweifel zu ziehen. In ganz Europa haben Menschen Angst davor, lebendig begraben zu werden – bald entsteht eine regelrechte Hysterie um den „Scheintod“.

Die Ausstellung zeigt, wie Ärzte und Naturwissenschaftler die Grenze von Leben und Tod neu zu bestimmen suchten. Sie führten wissenschaftliche Exprimente mit Elektrizität durch und bauten mechanische Rettungsapparate für Grab und Sarg. In eigens errichteten Leichenhäusern wartete man so lange auf Lebenszeichen der Aufgabahrten, bis Fäulnis Sicherheit über den Tod brachte.

Historische Exponate und Quellen, Installationen und Projektionen machen die Scheintod-Debatte erfahrbar und thematisieren Fragen bis in die heutige Zeit.

Medizinischhistorisches Museum der Charité
20. April bis 31. März 2019
Charitéplatz 1, 10117 Berlin

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *