Jubiläum

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     2009 fing es an. Da raufte sich ein Häuflein wild Entschlossener zusammen, brachte  drei Printausgaben der PASSAGEN heraus, scheiterte an mangelnder Finanzierung und beschloss – schweren Herzens – online zu gehen. Doch – weiterhin wild und entschlossen – meisterten wir auch das und können jetzt auf 10 Jahre gemeinsamer Arbeit zurückblicken. Oder auch: Rosenhochzeit feiern, so nennt man das nach 10 Ehejahren.

10 Jahre „Passagen“!
Ich denke gern an die Begeisterung zurück, mit der wir die Idee verfolgten, eine Zeitschrift für die „zweite Lebenshälfte“ herauszubringen. Am Weltaltentag 2011 ließ man am Brandenburger Tor Luftballons steigen, um die „lieben Alten“ zu erfreuen. Dorothee Ruddat beschreibt unsere Empörung im Editorial der zweiten Ausgabe, die mit dem halbvollen Glas Wasser: Was glauben die eigentlich, wer wir sind? Kindisch, weil alt, alte Kinder? Dazu haben wir einiges zu sagen! Und das taten wir dann in drei wunderschönen Printausgaben, erzählten, was wir dachten und erlebten, wie es ist, älter, alt zu sein, wie schön und schwierig das Leben im Alter sein kann.
Wir wussten, wie man eine Zeitschrift inhaltlich gestaltet, wir schrieben spannende Geschichten, Berichte und Glossen, machten schöne Fotos, und Rainer Zenz wertete die Passagen mit einem hervorragenden Layout und gut durchdachten Titelbildern auf: Der Apfel, das halb volle oder leere Glas (wie man es sehen will), das skurrile Roboterpärchen.
Lange haben wir über einem Titel für unser Werk gebrütet, dann wurden es die PASSAGEN: das Leben ist ein Durchgang.
Wir haben uns ein Stück Professionalität erarbeitet; was uns fehlte, war das kaufmännische Wissen. Nach der dritten Ausgabe blieben die Sponsoren aus. Bisher hatten wir unser „Baby“ mühselig unentgeltlich in der Stadt verteilt, nun aber hätten wir sie verkaufen müssen, um sie weiter herstellen zu können. Wie aber macht man so etwas? Wie bringt man eine Zeitschrift auf den Markt? Wir wussten es nicht und entschlossen uns, aus der Printausgabe einen Blog im Internet zu machen. Ich bewundere meine ehemaligen Kolleginnen und Kollegen für ihren Mut und ihre Entschlossenheit, mit denen sie sich dieser Aufgabe stellten und sie meisterten.
Ich bin seitdem nicht mehr dabei, die Arbeit an zwei Zeitschriften gleichzeitig (ich schreibe noch für eine Stadtteilzeitung) überstieg meine Kräfte. Natürlich verfolge ich den interessanten und spannenden Blog im Netz und steuere gelegentlich eine Glosse bei. Wir können eben mehr als Luftballons!
Sigrid Wiegand

Liebe Passagen-Redaktion,
da es zur Zeit en vogue ist, Zwischenbilanzen zu ziehen, lädt das 10jährige Jubiläum Eures Zeitschriftenblogs dazu gerade ein. „Aufräumen, sich zur Wehr setzen, schmunzeln über die Welt und über sich selbst und alternative Vorstellungen für die neue (zweite) Lebenshälfte entwickeln“, so habt ihr die Fahrtrichtung der Passagen zu Beginn beschrieben.
Wer sich die Fülle der alten und neuen Beiträge über die Jahre anschaut, wird gerne hinter jedem Ziel einen Haken mit mehreren Ausrufezeichen setzen. Möglicherweise seid ihr bundesweit das Redaktionsteam mit dem höchsten Durchschnittsalter, so gesehen also alt, aber alles andere als erschöpft.
Der „ungebrochene Spaß an dieser Arbeit“ speist sich aus mehreren Quellen, die dem Leser in die Augen springen: Schreibende Expertinnen des eigenen Lebens zu sein, Lust auf Austausch mit wachen Altersgenossen zu spüren und gegenzuhalten, wo es Not tut. Befreit vom Produktionszwang der Medienfabriken entfaltet ihr aus euren selbstgezogenen Kräutergärten erfrischende Beiträge der anderen Art – authentisch, mitnehmend auf sonnigen und dunklen Abschnitten des Alltags.
Werden die Schritte auch kleiner und langsamer – jedem Verlust wohnt ein neuer Gewinn inne. Mit dieser zupackenden und optimistischen Haltung macht ihr vielen Mut, ihren eigenen Weg selbstbestimmt und selbstbewusst weiterzugehen.
Zu meinem Lesegenuss gehört auch, dass eure Beiträge nicht so schnell verschwinden, sondern jederzeit abrufbar sind und ich sie aus dem Schatzkästchen hervorholen kann.
Die Kiezoase Schöneberg gratuliert Euch herzlich zum 10jährigen Jubiläum und wird Euch weiterhin gerne im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützen.
Gerd Schmitt

Für Passagen
Das ist nicht so einfach mit dem älter oder alt werden: dem Thema von PASSAGEN. Denn oft kommen zu den vielen Jahren weitere Probleme hinzu: der Verlust der Arbeit, also in Rente gehen, der Tod des Partners.
Als ich in der Zeitung einen Artikel über eine Redaktionsgruppe, die eine Publikation zum Thema „alt sein“ herausbrachte, las, fühlte ich mich unmittelbar angesprochen. Sicher, dort mit zu arbeiten, war nicht die Rettung für all meine Probleme, aber es war zu diesem Zeitpunkt der richtige Platz für mich, in der Redaktion mitzuarbeiten. Es hat Spaß gemacht, ich fühlte mich gut aufgehoben.
Nun, nach Jahren in Berlin, wieder im Westen lebend, bin ich durch die neuen Medien, das Internet, weiterhin mit meinen Kollegen zusammen verbunden, kann gelegentlich etwas schreiben und mich einbringen.
Es ist wichtig für mich, und sicher auch für andere, dass bei PASSAGEN eben spezielle Themen behandelt werden, die sich mit dem Alltag und Problemen des Altseins auseinandersetzen.
Margaret Ruthmann

Jubel überall ……
So gut wie 100 Jahre …..von  Einsamkeit bis Groß – Berlin……. Wir feiern uns und andere gern und ausführlich, mit Pomp und Reden, Pokalen , Orden und Urkunden, mit Musik, Prominenz und dem Fussvolk.
So wurde auch das Team der PASSAGEN das die Berliner Senioren seit 10 Jahren ehrenamtlich informiert, ihnen ins Gewissen geredet, sie zum Engagement aufgerüttelt am 4. 9.2019. auf dem Fest der Unbezahlbaren geehrt.
Alle Unbezahlbaren freuen sich mit ihnen !!!
Passage: Ein Durchgang, ein Weg, eine Sequenz im Leben eines Menschen, Transit auf dem Lebensweg ….
Heinrich Suhr

Liebe Passagen KünstlerInnen!
Zum 10jährigen Bestehen meine Hochachtung für das Engagement, die informativen, sprachlich schönen Texte, auch für das Durchhalten der schweren Zeit, als es vom handfest stolzen Analogen ins Digitale ging. Auch meinen Glückwunsch jetzt zur bezirklichen Anerkennung.
Ich wünsche Ihnen viel Kraft, viel Gesundheit, gutes Miteinander beim Weitermachen der guten(!!!) Passagen.
Dr. Johannes Dirschauer

Liebe Passagenredaktion,
als eine Leserin und auch für PASSAGEN werbende alte Frau gratuliere ich zum 10jährigen Bestehen. Die Vielzahl der interessanten Artikel,  oft mit witzigen Bildern für meine und die folgende Generation versehen, gefällt mir sehr gut. Vieles zum Nachdenken, neu Nachdenken ist dabei. Die Themen sind unsere Themen, immer auch die gerade neuesten Fragen, die „dran“ sind.
Ich hoffe, dass es die PASSAGEN noch lange geben wird. Gratulation !!
Ulrike Block-von Schwartz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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