Malschule für Alt und Jung

Atelier „Bunte Hunde“ in Berlin-Mitte öffnet seine Türen

Direkt bei der Museumsinsel, inmitten Berlins und gar nicht weit von Gorki-Theater und Humboldt-Universität, befindet sich eine verschwiegene Straße, die dank ihrer Häuser und Fassaden aus dem 18. Jahrhundert weit in vergangene Zeiten führt. Biegt man vom Kupfergraben in die schmale Zeile ab, befindet man sich urplötzlich in einer Epoche, in der Kaiser und Könige das Sagen hatten und Meister wie Johann Gottfried Schadow oder Karl Friedrich Schinkel mit ihrer Kunst die Welt veränderten. Auf letzteren geht auch der Bauhof zurück, nach dem diese Straße benannt wurde, und genau hier, in der Bauhofstraße 3, befindet sich das Atelier des Künstlers Henrik Schrat.

Geboren und aufgewachsen in Thüringen, ausgebildet an der Akademie in Dresden sowie der Slade School of Fine Arts in London, hat er sich international peu à peu ein Renommée erworben. Neben Lehr- und Ausstellungstätigkeiten im In- und Ausland öffnet der vielbeschäftigte Mann seine Türen nun allmählich auch für Schüler und Schülerinnen, die von seiner Kunst lernen wollen. „Der Druck wurde größer, die Nachfragen häuften sich“, erzählt der Künstler. „Schließlich habe ich nachgegeben.“ Kurzerhand gründete Schrat eine Malschule, taufte sie „Bunte Hunde“ und nahm die ersten Schüler auf, drei junge Männer zwischen 13 und 16 Jahren, die sich bald als begeisterte Anhänger entpuppten. Während sich andere Jugendliche in diesem Alter lieber ausschließlich ihren Handys, Laptops und Kopfhörern widmen, wollten die drei auf einmal nur noch zeichnen, malen und entwerfen.

Atelier Bunte Hunde

Bald wurden es mehr und bald kamen auch Vertreter anderer Altersgruppen auf Schrat zu. Neben den Kursen für Jugendliche bietet das Atelier inzwischen auch Angebote für jüngere und ältere Erwachsene. Willkommen sind insbesondere Interessierte im Alter von über 50 Jahren. Sie verwirklichen hier Wünsche, die sie unter Umständen seit vielen Jahren gehegt haben.

Inspiriert von seiner Lehrtätigkeit an diversen Instituten, hat Schrat ein variables Kurssystem aus kurzzeitigen Workshops einerseits und regelmäßigen Wochenkursen andererseits entwickelt. Klickt man sich durch die Website der Schule (s. GEHHILFEN), ist schnell zu erkennen, wie vielseitig sein Angebot ist. Neben traditioneller Landschaftsmalerei, Freier Malerei, Porträtzeichnen und Stillleben kann man sich bei Schrat auch mit der Herstellung von Intarsien beschäftigen oder in Graffitis ausprobieren. Sämtliche Interessen und Altersgruppen seien willkommen, meint der vitale Mann: „Ich bin viel zu neugierig auf die Welt und ihre Menschen, um mich nicht auf jede Frage einzulassen“, sagt er mit einem freundlichen Lachen.

Am liebsten ist es Schrat, wenn man einfach vorbei kommt und probehalber mitmacht.
Eine Nachricht an: buntehunde_berlin@gmx.de oder ein Anruf (0170-9023057) genügen schon. Alles weitere findet sich wie von selbst.
Weitere Infos unter GEHHILFEN, Malschule

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