Mehr Wissen!

Gasthörer-Angebote an der FU

Wer rastet, der rostet, heißt das Sprichwort, und davor haben viele Menschen im Rentenalter Angst. Was also tun? Wie kann man den Rost im Gehirn bekämpfen? Eine Möglichkeit von vielen: Man wird Gasthörer/in an der FU.

Wollten Sie nicht schon immer mal wissen, wie das mit den globalen Märkten funktioniert? Kein Problem. Nehmen Sie doch an einer regulären Vorlesung der Wirtschaftswissenschaften teil. Die jungen Studenten sind es schon längst gewohnt, dass auch grauhaarige Menschen die Hörsäle bevölkern. Oder möchten Sie mehr darüber erfahren, was es mit der Kunst der Renaissance oder der Moderne auf sich hat? Wollen Sie vielleicht noch eine neue Sprache lernen oder endlich mal durchschauen, wie man den vertrackten Computer beherrschen kann? Auch das kein Problem. Das Weiterbildungszentrum der Freien Universität macht es möglich und bietet älteren Menschen eine Fülle an Kursen aus allen Wissensgebieten an.

Informationen dazu gibt es frei Haus: Rechtzeitig vor jedem neuen Semester kann man sich zwei Hefte zuschicken lassen: Das eine – „Kunstgeschichten vor Ort“ – enthält das ausschließlich für Gasthörer gedachte Kursangebot zu Kunst und Philosophie, Literatur, Theater und Musik. Und auch Bildungsreisen finden sich dort. Die Dozenten sind durchweg exzellente Fachleute, die ihr Wissen sehr anregend und lebendig, mit umfangreichem Anschauungsmaterial, weitergeben. Viele Kurse finden ohnehin im Museum vor den Meisterwerken selbst oder – wenn es z.B. um Architektur geht – auf Spaziergängen durch Berlin statt. Das zweite Heft – das „GasthörerCardProgramm“ – enthält vor allem ausgewählte reguläre Lehrveranstaltungen der Freien Universität, die auch älteren Menschen offenstehen, jedermann zugängliche Ringvorlesungen und das reiche Sprachkurs-Angebot.
Und keine Angst vor der eigenen Courage! Seminararbeiten schreiben und Prüfungen ablegen muß man nicht. Die Weiterbildung findet ohne jeden Zwang statt, die Intensität des Lernens hängt ausschließlich von einem selbst ab. Es gibt allerdings auch Zertifikatsprogramme, in denen man
– bei einer zusätzlichen Gebühr von 300 Euro – vier Semester lang wirklich studieren und mit einem Leistungsnachweis abschließen kann.

Die Hürde bei alledem: die Kosten! Wer an den regulären Programmen teilnehmen will, muß eine Gasthörer-Card erwerben, die derzeit pro Semester 131 Euro für die einfache Card und 176 Euro kostet, wenn man das Kunstprogramm mitmachen will. Empfänger von Arbeitslosengeld bekommen 50 Prozent Ermäßigung. Als Teilnehmer des Art-Programms darf man aber nicht mehr als 60 Wochenstunden belegen. Die Ringvorlesungen zu den großen Kunstepochen, die es immer im Wintersemester gibt, werden dabei mit 12 Stunden angerechnet.

Leider sind die Preise für dieses Angebot in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen, und für manchen ist sicher bald eine Grenze erreicht. Doch das Programm muß sich selbst finanzieren, die Kassen sind leer, Zuschüsse gibt es nicht. Aber immerhin bekommt man als Gasthörer manches günstiger, denn mit der Gasthörer-Card gibt es in sehr vielen Berliner Kulturinstitutionen Rabatte auf den Eintrittspreis, in vielen Museen, in Theatern und sogar im Botanischen Garten und im Berliner Zoo.

Weiterbildungszentrum der FU: Otto-von-Simson-Straße 13
14195 Berlin
Tel. (030) 838 514 24
mail: gasthoererinfo@weiterbildung.fu-berlin.de

 

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